Filter schließen
 
 
von bis
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
1 von 4
1 von 4

Asiatischer Garten

Ruhe, Inspiration und Energie sind Begriffe, mit denen ein asiatischer Garten gerne in Verbindung gebracht wird. Asiatische Gärten zeichnen sich tatsächlich durch ganz spezielle Gestaltungsprinzipien aus, die mit überliefertem Wissen verknüpft sind. Zu unterscheiden gibt es zahlreiche Gestaltunsvarianten eines Asiagarten. Es kann ein chinesischer Garten nach strengen Feng-Shui-Regeln sein oder ein Zen Garten, wie er in Japan viele Anhänger hat. Wenige Gestaltungselemente verwandeln den heimischen Garten in einen asiatisch angehauchten Garten mit Ausstrahlung und Kraft.

Wie sieht der typisch asiatische Garten aus?
Den typisch asiatischen Garten gibt es so nicht. Es gibt vielerlei gestalterische Ansätze. Zwar gibt es einige  Stirichtigen die sich in Asien im Laufe der Zeit entwickelt haben, wie zum Beispiel der Japangarten oder Zen Garten, der chinesische Garten oder die geschmückten Gärten der Tempelanlagen. In einem Asiagarten werden aber viele verschiedene und ganz typische Stilelemente eingebracht, die in Asiagärten typischerweise häufig eingesetzt und kombiniert werden. Diese typischen Stilelemente lasse sich auch in den westlichen Asiagärten finden.
Wasser ist ein Element, welches generell im Asiagarten vorhanden sein sollte. Dabei gibt es vielerlei Möglichkeiten, das Element Wasser einzubringen. Wer Platz im Garten hat, kann einen Gartenteich realisieren. In kleinen Gärten, Terrassen und auf Balkonen lässt sich gut ein Brunnen oder Wassertrog einfügen. Fließendes Wasser über Bachläufe oder sprudelndes Wasser eines Brunnen bringt die Energie in Fluss. Die Asiaten meinen, dass sich mit dem bewegten Wasser das "Chi" ausbreiten kann.

Skulpturen und Statuen als Gestaltungselemente im Asiagarten
Steinlaternen,Stupas und Reliefs sind charakteristische Elemente im Asiagarten. Buddha ist die personifizierte Ausdrucksform für Gelassenheit, Ruhe und Entspannung im Asiagarten. Dabei gibt es viele weitere Skulpturen, die ihre Bedeutung im östlichen Garten haben. Die Elefantengott Ganesha bringt die indischen oder hinduistischen Einflüsse zum Ausdruck. Wer in Indien oder ein Projekt startet, einen Garten anlegt oder in ein Haus einzieht, macht dies nicht ohne Ganesha. Ganesha ist das Sinnbild für den erfolgreichen Beginn. Ein Ganesha im Asiagarten ist eine wunderbare Ergänzung zum Königssohn Buddha.

Tiere mit Symbolkraft
Tiere haben in jeglicher Form ihre Bedeutung. Drachen, Fische, Elefanten, Vögel, Affen, Schldkröten, Kühe sind typsiche Gestaltungselemente für den asiatischen Garten. Dem Asiagarten sind in seiner Vielfalt und Ausdrucksweise kaum Grenzen gesetzt. Auch in Verbindung mit dem Element Wasser lassen sich die göttlichen Hoheiten und die diversen Tiere gut einsetzen. Ein Fisch als Wasserspeier, die Göttin Dewi mit dem gießenden Wassertopf, der liegende Buddha am Pool verrichten wahrhaft ihre Dienste.

Lebende Tiere im Asiagarten
Im Japangarten liebt man die Kois, die im Gartenteich schwimmen. Das Betrachten dieser Fische sorgt für einen leichten Müßiggang. Ist der Gartenteich mit den Kois an der richtigen Stelle im Garten platziert, sollen die Kois für reichlich Geldsegen sorgen.

Pflanzen im Asiagarten
Natürlich darf nicht vergessen werden, die geeigneten Pflanzen im Asiagarten stilvoll einzusetzen. Hier ist aber doch darauf zu achten, für welchen Gartenstil sie sich entschieden haben. Die japanische Zierkirsche sowie die Magnolie, die Kamelie oder der Rhododendron kommen im Japangarten zum Zug. Hier ist dezente Zurückhaltung angesagt, keine hervorstechenden Farben, sondern eher dezente gleichmäßige Töne. Ein Blütenmeer einmal im Jahr sorgt für einen Zauber, der dann auch wieder vorbei ist. Ziergräser, Farne, Moose und Flechten sind in allen Asiagarten gern gesehen. Besonders der Robuste und schnell wachsende Bambus hat ein enorme Fangemeinde gefunden. Bambus schafft eine ungeheuerliche Wohlfühlatmosphäre und ist zudem das ganze Jahr grün. In den Hotelgärten und den Gärten der Tempelanlagen sind auch Pflanzen und Sträucher mit Blüten erlaubt. Was wäre Bali etwa ohne die Blüte des Frangipani Baums, was wäre Thailand ohne Orchidee.

Weniger ist Mehr
Asiatische Gartengestaltung wirkt die Reduktion auf das Wenige. Weniger ist Mehr. Wunderschöne Effekte werden durch den geplant minimalistischen Einsatz von Materialien erzielt. Anstatt vieler verschiedener Pflanzen, maximal zwei Pflanzensorten, anstatt eines Farbenspektrums, ein oder zwei Farben gezielt eingesetzt und der Asiagarten wirkt perfekt.

Für wen ist der Asiagarten geeignet?
Ein Asiagarten ist für Erholungssuchende, Ruheliebhaber, spirituelle Menschen perfekt geeignet. Der Arbeitsaufwand richtet sich nach den eingesetzten Gestaltungselementen. Hier ist alles möglich, von großem Pflegeaufwand bis wenig Zeit aufwenden. Weniger geeignet ist Asiagarten, wer Gemüse und Obst im Garten haben möchte. Oder aber, man bringt entsprechend Phantasie auf, die westlichen Nutzgarten mit dem Asiagarten zu verbinden. Schöne Herausforderung.