Buddhalexikon

Buddha, der Meister der Harmonie und Meditation, wird in verschiedenen Darstellungsformen gezeigt. Jede Darstellungsvariante bezeugt eine spezielle geistige Haltung von Buddha und ist Ausdruck einer Lebensstation.
Der stehende Buddha mit verschiedenen Handhaltungsgestiken,
der liegende Buddha, als Zeichen für den Übergang zum Nirvana,
der sitzende Buddha, meist in meditierender Lotusposition,
oder der Buddhakopf oder die Buddhabüste, welche die Geisteshaltung verdeutlicht.

Die Geisteshaltung wird auch durch verschiedene Symboliken dargestellt. Meist ist es die Handgestik, welche die Einstellung des Buddhas nach außen sichtbar zum Ausdruck bringt, aber auch die Haltung seiner Füße sind mit Symbolik unterlegt.

Der meditierende Buddha in Lotusposition
Der sitzende Buddha hat die Beine verschränkt übereinander gelegt. Die offenen Hände sind mit den nach oben gerichteten Handflächen auf den Schoß aufgelegt.

Buddha mit Erdberührungsgeste
Die Beine des Buddhas sind verschränkt, während eine Hand geöffnet und nach oben gerichtet im Schoß liegt. Die zweite Hand berührt mit den Innenflächen die Oberschenkel. Die Finger zeigen nach unten auf die Erde.
Diese Symbolik soll uns daran erinnern, dass Buddha während der Meditation vielen Verführungen ausgesetzt ist. Der Dämon Mara versucht den Geist von Buddha zu brechen. Mit dem Hinweis zur Erde bezeugt Buddha seine Vergangenheit und erweckt gleichermaßen die wunderschöne Göttin der Erde Thorani. Die Göttin Thorani erscheint aus der Erde und mit dem Wasser, welches aus ihren langen dunklen Haaren quillt, ertränkt sie den Verführer Mara. Das Gute siegt über das Böse, so soll es verstanden werden.

Buddha, am Rad des Gesetzes drehend
Der am Rad des Gesetzes drehende Buddha wird als Lehrmeister bei seiner ersten Predigt im Park Sarnath gezeigt. Meist wird er in sitzender Position dargestellt, manchmal auch stehend. Die Hände sind an die Brust angelegt, die Handflächen einander zugewandt, Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis.

Der furchtlose und beruhigende Buddha
Buddha, in stehender oder gehender Position, hat den Unterarm angewinkelt am Körper, wobei die Handflächen nach außen gerichtet sind.

Der lehrende Buddha
Der Buddha in lehrender Position wird in stehender, gehender und sitzender Position dargestellt. Eine Hand ist angewinkelt, leicht an den Körper angelegt. Die Handfläche ist nach außen gerichtet, Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis und symbolisieren ihn damit als Lehrmeister. Manchmal verrichtet er mit beiden Händen das Gleiche, oft hält er mit der anderen Hand sein Gewand auf.

Der gebende und erbittende Buddha
Buddha, in sitzender oder stehender Haltung, wird mit einem ausgestreckten Arm und nach oben geöffneter Handfläche dargestellt. Die Botschaft vermittelt uns das Geben und Erhalten. Beides steckt in der Selben Ausdrucksform. 
 

Buddha Lexikon

Asura ist der  "Eifersüchtige Gott" Asura meint den von Neid und Eifersucht beherrschten Menschen. Der buddhistischen Lehre folgend, bewohnen die Asuras einen der sechs Daseinsbereiche, den sogenannten Gati.

Buddha: Buddha heißt übersetzt  "Der Erleuchtete".

Dharma ist die die Lehre des Buddha, die jederzeit sichtbar, zeitlos, befreiend, wirklichkeitstreu und anwendbar sein soll. Die Kernelemente der buddhistischen Lehre sind in den vier Wahrheiten erfasst. Sie sollen von den Weisen der Welt jederzeit verstanden und gelehrt werden können.

Guru ist der spirituelle Meister.  Der Guru weiß den richtigen Weg. Der spirituelle buddhistische Meister erläutert den suchenden Menschen Sinn und Zweck ihres Daseins und ihrer Existenz. Er gibt ihnen Hilfestellungen auf dem Weg der Selbstverwirklichung.

Kamma/ Karma meint das Wirken, die Taten und die Absichten. Das Karma beeinflusst das Leben unserer Wiedergeburt. Alles, was wir tun, unsere Gedanken, Absichten und Worte hinterlassen in der Seele spuren und wirken sich auf unser Leben inder Wiedergeburt aus. 

Lotussitz. Im Lotussitz kreuzen sich die Füße soweit, daß sie auf dem gegenüberliegenden Oberschenkeln aufliegen. Die Lotussitzhaltung erfordert Gelenkigkeit und muss meist erlernt werden. Sie ist die typische Meditationshaltung der Yogis.

Mandala ist ein Kreissymbol. Im Mandala werden Symbole dargestellt, mit denen man kosmische Kräfte erkläutert. Mandalas werden auch als Meditationshilfe eingesetzt. Vor allem im Buddhismus der Tibeter haben Mandalas eine große Bedeutung.

Mantra ist die Wiederholung von Wörtern oder Aussprüchen immer wiederkehrend und fortlaufend. Das Mantra kann gesungen, gesprochen oder auch still wiederholt werden. Durch die ständige Wiederholung soll der Einstieg in eine meditative Phase erleichtert werden.

Nibbana/Nirvana heißt Erlöschen. Das ist das vollendete Ziel im Buddhismus. Nibbana oder Nirvana ist die kosmische Vollkommenheit, ein überweltliches Dasein. Neid, Gier, Hass und alle anderen negativen Eigenschaften sind vollkommen abgefallen.

Paramita/Parami meint die Tugenden der  Vollkommenheit.. Es sind die Tugenden der Gebefreudigkeit (dana), Sittlichkeit (sila), Geduld (khanti), Tatkraft (viriya), Meditation (jhana) und der Weisheit (pannâ).

Silas sind die fünf buddhistischen Lebensregeln bzw. Gebote. Die buddhistischen Gebote sind derer anderer Religionen sehr ähnlich. Von Bedeutung ist immer auch, sich in der Vollkommenheit zu üben.

Sutta/Sutra: Die Suttas (Pali) bzw. Sutras (Sanskrit) sind die  großen Reden des Buddha, die er als Lehrender gehalten hat. Manchmal sind damit auch seine Schüler gemeint. Die Sutten/Sutren wurden in fünf buddhistischen Werken (Nikayas) niedergeschrieben

Tanha ist das "Begehren". Das Begehren ist die Grundlage allen Leidens. Mit dem Begehren wird der Kreislauf der Wiedergeburt eingeleitet und fortgesetzt. Es werden sechs Arten des Begehrens unterschieden: nach Formen, Tönen, Düften, Geschmack, Körpereindrücken und Geistobjekten. Darüberhinaus gibt es das sinnliche Begehren und das Begehren nach feinkörperlichem Dasein, sowie das Begehren nach unkörperlichem Dasein.

Tantra wurde bei uns als die tantrische Lehre der Sexulität und Sexualpraktiken bekannt, während derer man zum kosmischen Höhepunkt gelangen soll.

Yoga ist der Weg zur Erkenntnis. Unter EInsatz von Körper- und Atemübungen soll dieser Weg erleichtert werden. Unterschieden werden verschiedene Yoga-Formen, wie zum Beispiel Kundalini-Yoga, Hatha-Yoga

Zazen ist ein wesentliches Element im Zen. Frei von Geanken verweilt man in einem Zustand vollkommener Ruhe und Aufmerksamkeit. Der Meditierende kann in den Zustand vollkommener Erkenntnis vordringen.