Chinesische Terrakotta Krieger

Die Entdeckung der chinesischen Terrakotta Kriegerfiguren

Im Jahr 246 vor Christus begann der Kaiser Shih Huang Ti sein eigenes Grab zu bauen. 25 Jahre dauerte es, bis sein außergewöhnliches Bauwerk errichtet war und er am Ende seiner Herrschaft als Herrscher über das chinesische Reich galt. Im Jahr 1974 stoß man bei Brunnenbohrungen in der Stadt Xian auf die bis dahin unbekannte Unterwelt des Kaisers Shih Huang Ti. Mehr als 7000 lebensgroße Soldaten und Krieger mit Pferden und Streitwagen wurden im Grab des Kaisers entdeckt. Die chinesischen Krieger sind aus Ton angefertigt worden. Daher sind die Soldaten dieser vorchristlichen chinesischen Streitmacht als chinesische Terrakottakrieger bekannt geworden.

Ausgrabungen der Chinesischen Armee

Chinesische Terrakottakrieger ArmeeDie Ausgrabungen der chinesischen Soldaten schreiten voran. So kann man erkennen, wie die chinesischen Streitmächte aus Terrakotta aufgebaut sind. In Viererreihe sind die Soldaten zur Verteidigung oder Schlacht aufgestellt. Die gesamten chinesischen Krieger sind als Armee nach Osten ausgerichtet. Alle Krieger sind aus Terrakotta hergestellte Unikate, vor allem die Gesichter der Soldaten sind absolut individuell. Eigentlich waren die Figuren der gesamten chinesischen Terrakotta Armee bemalen, doch haben sie im Laufe der Zeit ihre Farbe weitestgehend verloren. Mehr als 2000 Jahre gingen eben nicht spurlos an den chinesischen Kriegern vorüber. Die Terrakottakrieger haben eine Größe zwischen 180 cm und 196 cm. Die Größe jeder Figur ist abhängig von dem Rang innerhalb der Streitmacht.

Der chinesische Geschichtsschreiber Ssu-Ma Ch'ien berichtet in den Aufzeichnungen 'Shih chi', dass die Grabkammer des chinesischen Kaisers und der chinesischen Terrakottasoldaten durch selbsttätige Schußwaffen der Soldaten vor Einbrechern, Räubern und Plünderern geschützt sein soll. Im Mausoleum befinden sich neben der gesamten chinesischen Armee, Nachbildungen von Palästen und öffentlichen Gebäuden, Schatzkammern und andere Kostbarkeiten.

Weitere Funde von Chinesischen Terrakottasoldaten

So beeindruckend diese Grabstätte des chinesischen Kaiser Shih Huang Ti mit seiner Streitmacht zu sein scheint, so einzigartig ist sie aber nicht. Ein Herrscher der Han-Dynastie hat in der heutigen Provinz Jiangsu bei Xuzhou ebenso eine Grabstätte mit mehreren tausend Terrakottakriegern und Soldaten mit Pferden angelegt. Diese Grabstätte hat man zehn Jahre nach den Ausgrabungen von Xian entdeckt. Spannend bleibt es, ob man bei weiteren Ausgrabungen möglicherweise ähnliche Entdeckungen machen wird.