Der Tempel Borobudur mit den beeindruckenden Buddha Figuren, Reliefs und Stupas

Java ist wohl eines der letzten Refugien, welches als Reiseziel von Europäern und von Deutschen bis heute weitestgehend unentdeckt blieb. Während alle Welt nach Thailand, Vietnam, Kambodscha und neuerdings Burma aufbricht, bleibt Indonesien mit den Destinationen Java, Sumatra, Timor und weiteren großen Inseln beinahe unbereist und damit für Europäer bis dato unentdeckt. Dabei gibt es in Indonesien wahrlich viel zu entdecken. Asienliebhaber werden voll auf ihre Kosten kommen. Die buddhistische und hinduistische Historie dieser Gegend genehmigt uns Einblicke besonderen Ausmaßes. Eine der höchst imposanten Sehenswürdigkeiten lässt sich auf Java entdecken. Die buddhistische Tempelanlage Borobudur, die in der Zeitepoche zwischen 750 und 850 nach Christus begründet wurde, ist ein wahres Meisterwerk asiatischer Baukunst. Diese Sehenswürdigkeit wird jeden Besucher in wahres Staunen versetzen.

Weltkulturerbe Borobudur ein unbedingtes Muss

Die Tempelanlage Borobudur zählt zu den bedeudensten Bauwerken des Buddhismus. Die Tempelanlage war bis ins 18. Jahrhundert unentdeckt, weil sie aufgrund von Lavaausbrüchen vollkommen verschüttet war. Über die Jahrhunderte hinweg hat die Natur das Gebiet vollkommen für sich eingenommen. Der Regenwald hatte auf dem fruchtbaren Lavaboden seinen Teil zurück gefordert. Erst im 18. Jahrhundert ist die mächtige Erhebung im Urwald aufgefallen und nach ersten Grabungen konnte man feststellen, dass unter dem Vulkangestein wohl ein bedeutender Schatz zu heben sei. Ein breit angelegtes Restaurierungsprogramm des Staates Indonesien gemeinsam mit der UNESCO sorgte schlußendlich dafür, die Tempelanlage aus ihrem Dornröschenschlaf zu befreien.

Die Bedeutung des Namens Borobudur

Die genaue Herkunft des Namens Borobudur ist unklar. Sicher ist, dass der Name des Tempels eine Zusammensetzung der Worte Bara und Budur ist. Das Wort Budur kommt ursprünglich aus dem Balinesichem von dem Wort Beduhur und heißt übersetzt soviel wie "darüber". Das Wort Bara ist die Bezeichnung für einen Gebäudekomplex aus Mönchsklöstern, Tempeln und Sälen. Zusamengesetzt meinte man damit sicherlich die Klöster und Tempel auf einem Hügel - Borobudur.

Mit der Nummer 592 wurde dieses Erbe der Menschheit als Weltkulturerbe in die UNESCO Liste aufgenommen. Im Jahre 1983 wurde die Tempelanlage Borobudur wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Zulauf und das Interesse sind gewaltig und stark zunehmend. Bezeichnend ist jedoch, dass sich bis dato überwiegend asiatische Besucher auf den Weg nach Borobudur machen. Europäer und Australier sind unter den Besucherströmen stets noch die Minderheit. Als Ausnahme-Europäer wird man bei einem Besuch der Tempelanlage neben den Buddhas und Stupas dann selbst zum Ziel der Fotobegierden. Die asiatischen Besucher sind voller Begeisterung, wenn sie ein Bild mit sich und einer "Langnase" in die Linse des Smartphone bekommen. Als Europäischer Besucher muss man schon aufpassen, dass man nicht vollkommen von den Zuneigungen der Fotobegierden eingenommen wird. Schließlich hat man diese Anreise in die Unendlichkeit auf sich genommen, um die Buddhafiguren, die Stupas und Reliefs und den Tempel zu bestaunen. 

Unzählige Buddhas, Reliefs und Stupas beeindrucken

Dabei gehört die eigentliche Aufmerksamkeit in Borobudur den unzähligen Buddhasfiguren, Reliefs und Stupas. Einige der Buddhafiguren sind zwar beschädigt. Teilweise fehlt den steinernen Figuren der Kopf oder einzelne Gliedmaßen. Manche Buddhafiguren wurden aus Einzelteilen zusammengefügt und an ihren ursprünglichen Platz gesetzt. Von den Reliefs scheinen einige Nachbildungen entstanden zu sein, die den Originalen sicherlich in nichts nachstehen. Auf jeden Fall ist die gesamte Anlage in der bestehenden Form gigantisch in ihren Ausmaßen und ihrer Baukunst und äußerst beeindruckend. Die Tempelanlage fügt sich in ein malerisches Umfeld inmitten des asiatischen Regenwaldes ein, mit dem Sichtfeld auf die Menoreh-Berge und die Vulkane Merapi und Merbabu. Der Weg dort hin mag etwas beschwerlich sein. Dafür fällt die Belohnung auf diese einzigartigen Sehenswürdigkeiten in höchstem Maße aus.

Borobudur als Vorlage für die Buddha Steinmetze Indonesiens

In der Zeit um 700 nach Christus hat sich mit dem Tempelbau in Borobudur auf Java die Steinmetzkunst entwickelt. Verwendet wurde das harte Lavagestein, welches die Jahrtausende überstanden hat. Dabei handelt es sich um den dichten und harten schwarzen Lavastein der gerade in dieser Gegend verstärkt vorkommt. Die Steinmetzkunst auf Java ist seit dieser Zeit ein fester Bestandteil der javanisch, indonesischen Kultur. Heute noch sind viele tausend Kunsthandwerker als Steinmetze tätig. Zum Teil arbeiten die Steinmetze an der Restaurierung der Tempel, Fresken, Reliefs und der buddhistischen Statuen. In weiten Bereich sind die Steinmetze auch damit beschäftigt, den privaten Wünschen nach entsprechenden Exemplaren nachzukommen. So hat sich in diesem Segment ein starker Wirtschaftszweig auf Java entwickelt. Die Tempelanlage Borobudur mit ihren unzähligen Reliefs, Buddhafiguren und Stupas dient den Steinmetzen gerne als Vorlage, wenn entsprechende Skulpturen geschaffen werden. So bieten sich heute entsprechende Möglichkeiten, ein Stück dieser spektakulären Borobuduratmosphäre in unsere westliche Welt einziehen zu lassen.

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Buddha und Stupa in Borobudur

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