Gabionen und Steinkörbe bieten viefältige Einsatzmöglichkeiten im Garten

Gabionen sind ansprechender Sichtschutz mit Steinen

Man war das eine Zeit. Hatte man nicht in früheren Tagen jahrelang gewartet, bis die Buchenhecke zu Nachbarsgarten ein ansehnliche Höhe erreicht hatte. Sichtschut war stets generell als natürliche Bepflanzung gedacht und umgesetzt. Zum Einsatz als lebender Sichtschutz verwendete man gerne Thujen, Buchs, Buche oder diverse schnell wachsende Sträucher, die zur Hecke heranwachsen durften und sollten. Manchmal wurde auch ein Sichtschutz aus festem Mauerwerk aus Steinen erstellt oder gar eine Betonwand. In den letzten Jahren wurde der Einsatz von Gabionen zunehmend bekannter und beliebter. Man könnte meinen, bei Gabionen handelt es sich um eine Erfindung oder Idee von Gartenplanern, Gärtnern und Architekten aus der Neuzeit. Dabei ist die Sache eine ganz andere.
 

Wer hat den Gabionenbau erfunden?

Umgangssprachlich werden Gabionen auch als Steinkorb oder mit Steinen gefüllter Drahtkorb bezeichnet. Erfunden haben die Steinkörbe nicht etwa kreative Gärtner und Landschaftsplaner, sondern die alten Römer. Das Wort Gabione kommt vom italienischen Wort Gabbione und bedeutet so viel wie großer Käfig. Gabionen bauten die alten Römer, um sich vor ihren Feinden zu schützen. Meterlange Gabionen wurden errichtet, damit man sich hinter diesen Verschanzen konnte. So wurden ganze Territorien abgesteckt. Noch heute stößt man bei Ausgrabungen auf römische Gabionen.
 

Verwendungsmöglichkeiten von Gabionen

Heute gibt es unzählige Verwendungsmöglichkeiten für Gabionen. Ob als Trennwand, Sitzbank, Sicht- oder Lärmschutz, Wandverkleidung oder Hangabsicherung, die mit Steinen gefüllten Drahtkörbe lassen sich vielfältig einsetzen. Gabionen, auch Schüttkorb, Mauersteinkorb oder Drahtschotterkasten genannt, sind in der Landschaftsarchitektur, im im Straßen- und Wegebau und im Wasserbau nicht mehr wegzudenken. Auch an Hängen verrichten sie ihre Dienste, wenn sie zur Absicherung von möglichen Erdrutschen eingesetzt werden. Dabei sind Gabionen meist eine günstigere Alternative anstelle von festen Mauern aus Beton oder gemauertem Stein.
 

Gut geplanter Sichtschutz bringt noch mehr Freude

Wer den Einsatz und den Bau einer Gabione selbst plant, der muss bei der Auswahl des Drahtgestells auf passende Korbgrößen, Mascheiten, Oberflächenlegierungen und Drahtdurchmesser achten. Das ausgewewählte Drahtmaterial muss auch zu den gewählten Steinen passen, damit diese so in etwa nicht durch die Maschen rutschen. Auch die Farbe und Größe der Steine will gut durchdacht und überlegt sein. Zur Verwendung bewährt haben sich Granit, Basalt, Kalkstein, Sandstein, Dolomit oder Quarzit. Befüllt mit diesem Gestein, fügen sich Gabionen prächtig in das Gesamtbild des Gartens oder der Umgebungslandschaft ein.

Der Trick mit den fertigen Gabionen

Seit einigen Jahren werden im Handel bereits fertig befüllte Gabionen angeboten. Die Austellung geht schnell und einfach, weil ein Kran die fertigen Gabionen an Ort und Stelle des Geschehens setzt. Die Gabionen werden im fertigen Zustand antransportiert und können demzufolge im Bedarfsfalle auch wieder versetzt werden. Für Gartenplaner ist das eine komfortable Angelegenheit. Mit selbst gebauten Gabionen ist die Sache nicht ganz so einfach. Diese müssen an dem Ort verbleiben, an dem sie errichtet wurden. Bei Autobahn- und Straßenbau kann man oft beobachten, wie schnell sich mit werksbefüllten Gabionen Wände hochziehen lassen. Zurück zum eigenen Garten. Gabionen bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten und gerade beim Thema Sichtschutz lassen sich kreative Lösungen entwickeln. Mit Gabionen läßt sich auf jeden Fall ein harmonischer Raum schaffen, der in der Folge einen geringen Erhaltungsaufwand erfordert und mit sich bringt.

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