Kambodscha & Angkor Wat

dsc_0718Kambodscha ist in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus asienbegeisterter Globetrotter gerückt. Das Land war Jahrzehntelang abgeschottet, weil die Roten Khmer Unheil über das Land brachten und Kambodscha mit einer großen inneren Zerrüttung zu kämpfen hatte. Heute kann das Königreich Kambodscha am Golf von Thailand bereist und bestaunt werden. Manche sagen, Kambodscha sei das Thailand von früher. Das soll wahrscheinlich als Anerkennung gemeint sein.

In den Zeiten der vergangenen Khmerkultur entstanden, ist die gewaltige Tempelanlage Angkor Wat heute Aushängeschild und Magnet für abertausende Kambodschabesucher jährlich. Von Siem Reap aus erreicht man Angkor Wat sehr gut mit den örtlichen Reiseführern und Taxis. Die Tempelanlage liegt in einer Entfernung von etwa 20 km zur Stadt Siem Reap. Angkor Wat gilt als einer der monumentalsten und mächtigsten Tempelanlagen, welche die Menschheit hervorgebracht hat. Die UNESCO hat  Angkor Wat in die Liste Weltkulturerbe aufgenommen. Wann diese Tempelanlage genau entstanden ist, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige gehen von derzeit um 850 n. Chr. aus, andere Wissenschaftler datieren die Gründung auf die Zeit um das 12. Jahrhundert unserer Zeitepoche. Ursprünglich war die Tempelanlage der Religion des Shivaismus begründet. Erst viele Jahrhunderte später wurde der Tempel als buddhistisches Heiligtum umgewandelt und erhielt den Namen Angkor Wat. 

Die Tempelanlage Angkor Wat ist nur eines aus einer Vielzahl von Bauwerken, die in der Gesamtanlage Angkor entstanden sind, wenn auch das bedeutendste. Eine Reise und eine Besichtigung des Tempels Angkor Wat ist längst nicht mit dem Besuch dessen abgetan. Vielmehr durchreist man einen gesamten Komplex von beeindruckenden Bauwerken, die teilweise völlig von Urwaldriesen umschlungen sind. Eine Reise nach Angkor Wat braucht Zeit und Muße, um sich den Eindrücken vollends hinzugeben und diese zu verarbeiten. Wer sich entschieden hat nach Angkor Wat und nach Kambodscha zu reisen, wird weniger Urlaub machen, als viel mehr eine Reise zu begehen.