Zeremonie der Buddha Weihe

bal211In Asien und auf Bali im Besonderen, misst man der Gefühlswelt eine große Bedeutung bei. Worte und Gesten, die Empfindungen auslösen, sind von zentraler Wichtigkeit. Taucht man in die balinesische Gefühlswelt ein, versteht man schnell, wie sorgfältig man mit den eigenen Gefühlen und den Gefühlen der Mitmenschen umgeht. Manches ist unausgesprochen und wird doch von allen Beteiligten verstanden. Einfach erstaunlich, der Umgang mit nonverbaler Kommunikation. Dabei helfen auch die Götter, denen man mehrmals täglich die Aufmerksamkeit schenkt.

Auch materielle Dinge haben ihre "gefühlte" Bedeutung. Materie verfügt über bestimmte, ihr zugedachter Eigenschaften. Damit diese Eigenschaften ihre Wirkung entfalten können, werden in einer Zeremonie mit Ritualen durch den Priester Mangku diese Eigenschaften geweckt. Der Mangku ist eine von Gott auserwählte Person, welche diese Zeremonie ausüben darf. In einem lebendigen Stein oder Stück Holz, welches als Ausgangsmaterial für einen Buddha vorgesehen ist, ist das vollendete Werk bereits vorhanden. Der Künstler gibt der Materie seine entsprechende Form, der Priester Mangku verleiht ihr seine Seele.

Die Zeremonie der Weihe kann sowohl von einem männlichen Priester, wie auch von einem weiblichen Priesterin durchgeführt werden. Der weiß gekleidete Priester breitet zur Weihezeremonie die Opfergaben und das geweihte Wasser vor den Buddhaskulpturen aus. In der Sprache der Brahmanen werden Mantras gesprochen. Wer selbst an der Zeremonie der Weihe teilnimmt, nimmt den gleichfließenden Strom der gesprochenen Mantras auf. Der schellen der Opferglocken, der Duft der Räucherstäbchen, die Gleichmäßigkeit der gesprochenen Mantras wirkt auf das Umfeld und läßt die Energie fließen.

Ein geweihter Buddha bringt ganz besondere Eigenschaften an dem für ihn bestimmten Platz mit.  Seine ihm übertragene Frequenz, seine Kraft und Schwingung und seine Energie überträgt sich unmittelbar. Seine Aura wirkt auf seine Umgebung.